2
nes Erachtens sollte jeder Autor mal in einer Buchhandlung arbeiten. Und bei Bakka haben im Lauf der Zeit eine Menge Schriftsteller gearbeitet: Zum 30-jährigen Bestehen erschien eine Anthologie mit Geschichten von Bakka-Autoren, darunter Michelle Sagara (bekannt als Michelle West), Tanya Huff, Nalo Hopkinson, Tara Tallan -- und ich! BakkaPhoenix Books: http://www.bakkaphoenixbooks.com/ 697 Queen Street West, Toronto ON Canada M6J1E6, +1 416 963 9993
Ich bin ein Schüler an Cesar Chavez High in San Franciscos sonnigem Mission-Viertel, und damit bin ich einer der meistüberwachten Menschen der Welt. Mein Name ist Marcus Yallow, aber als diese Geschichte begann, kannte man mich als w1n5t0n. Gesprochen „Winston“. I Nicht gesprochen „Wee eins enn fünf tee null enn“ -- es sei denn, man ist son planloser Schulleiter, der rückständig genug ist, das Internet immer noch „Datenautobahn“ zu nennen.
So einen kenn ich, und der heißt Fred Benson -- einer von drei Stellvertretenden Direktoren an Cesar Chavez. Der Typ ist so sympathisch wie ein Loch in der Brust. Aber wenn schon im Knast, dann doch lieber mit planlosen Wärtern als mit solchen, dies drauf haben, oder?
„Marcus Yallow,“ sagte er an diesem Freitagmorgen über Lautsprecher. Die Anlage taugt sowieso nicht viel, und dazu noch Bensons übliches Murmeln, dabei kommt was raus, das nicht so sehr nach Schuldurchsage klingt als vielmehr nach jemandem, der sich abmüht, einen schlechten Burrito zu verdauen. Aber Menschen sind gut drin, aus Audiokuddelmuddel ihre eigenen Namen rauszuhören -- verschafft dir Überlebensvorteile.
Ich schnappte mir meine Tasche, klappte den Laptop drei Viertel zu -- wollte die Downloads nicht abbrechen -- und bereitete mich auf das Unvermeidliche vor.
„Melden Sie sich unverzüglich im Büro der Schulleitung.“ Meine Gesellschaftskunde-Lehrerin Ms.
Galvez verdrehte die Augen, und ich