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traute er ihm auch, so war er doch von ihm auf eine gewisse Lebenshöhe getragen worden; war auch sein Name, sein Werk umstritten, so genoß er doch die Achtung, ja die verehrende Neigung Vieler und erhielt nicht selten unzweideutige Beweise davon.
Die Freunde nahmen also seine sichtliche Verstörung nicht ernst. Dies reizte seine Ungeduld, und als einer von ihnen mit etwas zu billigem Trost geendet hatte, sagte Mörner: »Wenn ein Mensch wie ich nicht mehr an die Wichtigkeit und Notwendigkeit seiner Mission glaubt, ist er einfach das allerüberflüssigste Geschöpf auf Erden. Wie erst, wenn ihm die Aufgabe selber entschwindet, wenn er nicht mehr weiß, was er überhaupt noch soll und das Fertige wie ein umgeblasenes Kartenhaus hinter ihm liegt? Da wird alle Wirklichkeit ein Gespenstergraus; sein Geist hat gar nicht Fassungsraum genug für die Tiefe des Abgrunds, der vor ihm gähnt.«
Die Freunde stutzten und schwiegen. Einige begriffen nicht recht, was er meinte, und er fuhr achselzuckend fort: »Mission ist freilich ein viel zu anspruchsvolles Wort. Man dürfte seinen Ehrgeiz nicht über die Haltung eines honetten Handwerksmeisters spannen. So war es in früheren Zeiten. Das Außerordentliche entstand gleichsam durch bescheidenen Zufall, nicht in priesterhafter Gier und Askese. Was erstrebt man denn, was ersehnt man denn? Man will das Formlose formen; was die Natur zerstückelt liegen läßt, zusammenfügen und es der großen Vergeuderin und Zerstörerin entgegenhalten. Unzulänglich bleibt man dabei immer, aber es ist wunderbar, so lang das Material gehorcht, und das Auge, und die Hand. Zerrinnt einem aber der Stein, den man aus dem Bruch schlägt, zu flüssigem Sand, flattern von der Fackel, die man am großen Weltenfeuer entzündet hat, statt der Flammen rotgefärbte Papierfetzen empor, so ist es schlimm, mehr als schlimm, es ist das Ende.«
Mit jäher